Tradition und Verantwortung

Die Geschichte der Unternehmensgruppe Freiherren Waitz

Die Familie Waitz stammt aus Thüringen (Gotha und Schmalkalden) und war dort bereits in der frühen Neuzeit unternehmerisch tätig.

Die heutigen unternehmerischen Aktivitäten der Familie gehen zurück auf den hessischen Bergrat Jacob Sigismund Waitz (1698 - 1776), der 1744 die mecklenburgische Saline Sülze pachtete und 1750 mit der nassau-weilburgischen Silberzeche Mehlbach bei Weilmünster belehnt wurde. 1757 wurde er hessischer Staatsminister und führte im Siebenjährigen Krieg vorübergehend die Regierungsgeschäfte. 1764 wurde er von Kaiser Franz in den erblichen Reichsfreiherrenstand erhoben. 1774 ernannte ihn Friedrich der Große zum preußischen Staatsminister. Jacob Sigismund Waitz war Mitglied der Akademien der Wissenschaft in Berlin, Göttingen und Stockholm.

Stadtpalais

Seine Nachfahren führten die unternehmerischen Tätigkeiten fort und bekleideten ebenfalls zahlreiche hohe Staatsämter. 1795 zum Beispiel unterzeichnete Friedrich Sigismund Waitz von Eschen den Basler Frieden zwischen Frankreich und Hessen-Kassel. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts erwarb die Familie weitere Bergwerksfelder und diversen Grundbesitz, der zum Teil bis heute land- und forstwirtschaftlich genutzt wird. Im Zusammenhang mit dem Bergbau wurden lange Zeit auch Alaunwerke und chemische Fabriken betrieben sowie Porzellan hergestellt. Im 20. Jahrhundert kamen die Fertigung von Fotogeräten, Engagements im Bereich der Windkraft sowie am Ende des Jahrhunderts der Maschinenbau hinzu. Der letzte Braunkohlenbergbau wurde 2003 eingestellt. Die aufgelassenen Tagebauflächen werden rekultiviert und einer neuen Nutzung als Natur-, Freizeit- oder Bebauungsflächen zugeführt.

Die Zusammensetzung der Aktivitäten der Unternehmensgruppe hat sich im Laufe der vergangenen 250 Jahre stetig gewandelt und wird dies auch in Zukunft tun.

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